ein herzlicher Gruß zum Sonntag - noch immer "aus der Ferne" - aber dennoch ganz eng mit der Heimat verbunden.
Einmal im Jahr, mitten im November, begehen wir den Volkstrauertag. Das ganze Land hält inne und gedenkt all der vielen Soldaten, die in den beiden Kriegen des letzten Jahrhunderts, aber auch in den neuzeitlichen Einsätzen der Bundeswehr ums Leben kamen, die "gefallen", oder sogar immer noch vermißt sind.
Wenn wir in diesen Tagen hören, dass unser Land sich wieder „kriegstüchtig“ machen soll, spüren wir ein Unbehagen. Wir wissen, dass Frieden nicht einfach mit Waffen gesichert werden kann. Und doch leben wir in einer Welt, in der Krieg wieder ganz nah ist. Das fordert uns heraus. Wie schaffen wir das, einerseits verteidigungsbereit zu sein, andererseits in all unserem Tun und Reden dem "Frieden" immer den Vorrang einzuräumen?
Jesus hat uns aufgetragen, Frieden zu stiften – mit Worten, mit Taten, mit Haltung. Dem nachzukommen, heißt nicht, naiv zu sein, wohl aber mutig. Rufe nach Vergeltung tönen immer schnell. Aber im Augenblick des Ernstfalls dem Frieden immernoch Priorität einzuräumen, das erfordert Mut.
Frieden beginnt dort, wo Menschen sich von Angst und Gleichgültigkeit nicht bestimmen lassen. Wo wir im Kleinen das tun, was wir können – zuhören, trösten, verbinden. Und wo wir Gott zutrauen, dass er selbst in dieser zerrissenen Welt Wege zum Frieden öffnet. Darauf zu hoffen und danach zu handeln – das bleibt unsere Aufgabe.
Den Segen des Sonntags wünscht Ihnen und Euch
Pastor Stefan Dumont
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