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Sonntag, 20. September 2026
 

25. Sonntag im Jahreskreis

 
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PK-BischofWilmer
 
Liebe Leserin, lieber Leser,
 

am Sonntag ist im Osten Deutschlands wieder Wahl-Tag. Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wählen neue Landesparlamente. Der Wahlerfolg der AFD in Sachsen-Anhalt liegt mal gerade zwei Wochen zurück. Dass die Kirchen sich in den vergangenen Monaten und Jahren recht deutlich dazu positioniert haben, gerät manchmal aus dem Blick. "Habt Ihr denn nichts dazu zu sagen?", so hat mich diese Woche jemand gefragt. Jetzt wäre doch der Zeitpunkt gekommen, dass "die Kirche" mal Orientierung gibt...

Nun, schon 2024 haben die Deutschen Bischöfe gemeinsam eine Erklärung veröffentlicht, dass völkischer Nationalismus und Christentum unvereinbar sind. Das hat vor zwei Jahren durchaus eine Menge Resonanz gefunden, aber die Kurzlebigkeit unserer Zeit bringt mit sich, dass solche Meldungen - wie viele andere auch - genauso schnell aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden, wie sie gekommen sind. 

Ich habe aber dieser Tage (interessiert und mit Gewinn) die Rede den neuen Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, bei einem Empfang in Berlin gelesen. Einmal im Jahr laden die deutschen Bischöfe dort Politik und Gesellschaft, Wissenschaft und Medien zu einem Austausch und Dialog ein. Bei dieser Gelegenheit hat Bischof Wilmer nochmal ganz klar "die Position der Kirche" herausgestellt. 

"Die Wahl in Sachsen-Anhalt hat auf drastische Weise gezeigt, wie eine radikale Partei durch den Wählerwillen mit klarer Mehrheit demokratisch legitimiert wurde. (...) Die AfD ist nachweislich nationalistisch und völkisch eingestellt. Für dieses völkische Gedankengut ist weder in noch außerhalb von Gotteshäusern, weder im Christentum noch im Judentum, noch im Islam Platz.

(...) Als Kirche ziehen wir uns nicht zurück. Im Gegenteil: Wir widersprechen, wenn Angst gegen Solidarität ausgespielt wird. Wir widersprechen, wenn Menschen gegeneinander in Stellung gebracht werden. Wir widersprechen, wenn demokratische Institutionen geschwächt werden. Das ist nicht links, das ist nichts rechts. Unser Maßstab ist weder Parteipolitik noch Ideologie, sondern das Evangelium und die damit verbundene unveräußerliche Würde jedes Menschen. Und ja, da dürfen und müssen wir auch manchmal anecken." 

Lesenswert ist die ganze Rede, aber auf diesen Teil hier kommt es an, wenn man nach der klaren Orientierung sucht, die Kirche angesichts der bevorstehenden Wahlen anbietet. 

Dabei geht es nicht um allgemeines "Bashing" einer Partei, in der viele enttäuschte Wähler eine Alternative zum etablierten Parteienangebot sehen. Übrigens sind unter diesen enttäuschten Wählerinnen und Wählern leider auch so manche kirchlich engagierte Menschen. Das macht die Sache noch viel brisanter, denn wir grenzen uns nicht nur pauschal von der AFD ab, sondern Kirche stellt auch so manchen der eigenen Leute die Frage, wofür ihr Herz wirklich schlägt. 

Das Evangelium, das Bischof Wilmer in seiner Rede zurecht als einzigen Maßstab anlegt, stellt uns in der Messe am Sonntag eine eigene Perspektive vor Augen. Da geht es um den Arbeitslohn für den einen, der den ganzen Tag im Weinberg gearbeitet hat, und für den anderen, der "nur" eine Stunde gearbeitet hat. Beide sollen - so will es Jesus - den gleichen Lohn bekommen. Er sieht dabei nicht auf die effektive Arbeitsleistung, sondern auf den konkreten Menschen, um den es geht, und auf die Hintergründe, die dazu geführt haben, dass der andere nur eine Stunde arbeiten konnte. (vgl. Mt 20, 1-16). 

Genau da wäre dann wieder die Frage nach der Würde jedes Menschen, die Bischof Wilmer in seiner Rede aufgeworfen hat. Unsere Gesellschaft hat ihren Maßstab, den Sachverhalt zu beurteilen, während die populistischen Versprecher der einfachsten Lösungen einen eigenen, scheinbar simplen Maßstab anlegen. Gott selbst geht nochmal ganz anders an die Sache ran...

Was wird dem Menschen wirklich gerecht? Was dient dem Leben aller? Wie teilen wir die uns geschenkten Güter und Ressourcen wirklich fair auf? Da stellen sich eine Menge Fragen, die hier jetzt nicht bearbeitet werden können, die aber mitgehen sollten in die Diskussionen und Auseinandersetzungen in Politik und Gesellschaft. Am Wahlabend ist dafür sicher kein Platz. Aber vielleicht ergibt sich für Sie und Euch in einer stillen Stunde mal die Gelegenheit, selbst darüber nachzudenken, ob der Maßstab Jesu nicht vielleicht doch eine Alternative sein kann. Eine eigene Meinung sollten wir schon haben, wenn wir am politischen Gespräch teilnehmen wollen...

Allen einen gesegneten Sonntag!

Ihr/Euer Pastor Stefan Dumont

 

 

 
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Samstag, 12. September 2026

18:00 Uhr Hirzenach

Vorabendmesse

 

Sonntag, 13. September  2026

09:30 Uhr Bad Salzig Sonntagsmesse 
11:00 Uhr Buchholz Sonntagsmesse
11:00 Uhr Basilika Sonntagsmesse

 

 
» Bibeltexte in der Sonntagsmesse
 
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Titel Sept26
Das PfarreiMagazin für den Monat September
 

Im neuen Magazin widmen wir uns aus aktuellem Anlass dem Thema "Berufung" und kirchlicher Dienst, sowohl in der katholischen, wie auch in der evangelischen Kirche.  Dazu natürlich die neue Gottesdienstordnung für den Monat September und jede Menge Rück- und Ausblicke.

Schauen Sie mal rein, das Redaktionsteam wünscht gute Lektüre.

 
» Klick hier: Das aktuelle September-Pfarrei•Magazin
 
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07- Weihe | Handauflegung
 
© Bistum Trier | Simone Bastreri
 
Im Dienst für die Kirche
 
Pastoralpraktikant Manuel Hauth wurde zum Diakon geweiht
 
Unter großer Anteilnahme aus seiner Ausbildungspfarrei am Mittelrhein ist Manuel Hauth am 12. September 2026 von Bischof Dr. Stephan Ackermann im Trierer Dom zum Diakon geweiht worden.
 

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MAM
 
An diesem Samstag, 12:30 - 13:00 Uhr:
 

An diesem Samstag begrüßen wir die beiden jungen Düsseldorfer Musiker Sita Grabbe (Mezzosopran) und Henrik Hasenberg (Orgel). Er wurde jüngst zum Assistenten des Konstanzer Münstermusikdirektors berufen. Freueb Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm barocker, romantischer und zeitgenössischer Musik von Bach bis Bernstein. 

Herzlich Willkommen!

 
» Programm der Mittagsmusik
 
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