Im Dienst für die Kirche:Pastoralpraktikant Manuel Hauth wurde zum Diakon geweiht

"Ein echtes Erlebnis"
Für die meisten war es eine ganz besondere Erfahrung. So einen großen festlichen Gottesdienst im Trierer Dom haben noch nicht viele mitgemacht. Es waren am Ende immerhin 40 Bopparder, Bad Salziger und Hirzenacher Gemeindemitglieder, die sich am frühen Samstagmorgen auf den Weg nach Trier gemacht haben. Einige mit dem PKW, die meisten aber mit dem Bus, den die Gemeinde dafür eingesetzt hatte. Sie alle wollten dabei sein, wenn Manuel Hauth, der seit einem Jahr in unseren Gemeinden als Pastoralpraktikant den Dienst der Seelsorge und der pastoralen Praxis lernt, den nächsten Schritt auf seinem Weg geht. Das Ziel, das er verfolgt, ist der Priesterberuf. So Gott will, wird er im kommenden Jahr eben dort im Trierer Dom die Priesterweihe empfangen - und danach bei uns in der Mittelrheinpfarrei noch mindestens ein Jahr lang als Kaplan tätig sein.
Nun hat er die erste Weihe empfangen. Als Diakon stellt er sich mit seinem ganzen Leben und seiner Schaffenskraft in den Dienst der Kirche im Bistum Trier und in die Verfügbarkeit des Bischofs, der diese Kirche leitet. Diesem Schritt geht eine lange Zeit der Ausbildung und der Prüfung der Eignung und Berufung voraus.
Bei uns in der Mittelrheinpfarrei hat Manuel Hauth seine pastoralen Fähigkeiten ausgeprägt und erweitert. Wir haben ihn erlebt als Prediger und Vorsteher von Wortgottesdiensten. Er hat seine Ausbildung zum Religionslehrer an der bischöflichen Realschule Marienberg abgeschlossen und wird dort weiterhin als Lehrer und Schulseelsorger tätig sein.
Als Diakon ist sein Auftrag darüber hinaus in der Liturgie die Verkündigung des Wortes Gottes im Evangelium und die Predigt. Er wird Tote beisetzen und Trauernde begleiten, Kinder taufen, Hochzeitspaare trauen und Segen schenken, wo immer es angebracht ist und erbeten wird.
Der Weihegottesdienst dauerte gut 2 Stunden. Mit Manuel Hauth wurden auch zwei Männer zu "ständigen Diakonen" geweiht. Im Unterschied zu Manuel Hauth bleiben Sie Diakone auf Dauer. Sie haben einen zivilen Beruf, sind verheiratet und werden fortan diakonale Dienste vor allem im Bereich der Caritas und der sozialen Gemeindearbeit zukünftig ehrenamtlich verrichten.
Im Anschluss an den liturgisch und musikalisch festlich gestalteten Weihegottesdienst hatten alle Gäste die Gelegenheit, den neugeweihten im Domkreuzgang zu gratulieren. Es war eine wirklich herzliche und frohe Begegnung, die ihren offiziellen Abschluss bei einem Glas Wein und einer Stärkung im Garten des bischöflichen Generalvikariates fand. Viele werden sicher im kommenden Sommer wiedermit dabei sein, wenn Manuel am 3. Juli 2026 zum Prister geweiht wird. So, wie es im Moment aussieht, wird er der einzige Weihekandidat im kommenden Jahr sein. Für uns aus der Mittelrheinpfarrei ein Grund mehr, ihm den Rücken zu stärken und zahlreich dabei zu sein, wenn der Bischof ihn zum Dienst als Priester weiht und zu uns zurücksendet. Bis dahin begleiten wir ihn mit Sympathie und Wohlwollen - und mit unserem Gebet.
