Auftakt der Josefswoche:Musik verbindet

Wandeln war angesagt, beim ökumenischen Konzertabend der Mittelrheinpfarrei im Rahmen ihrer pastoralen Schwerpunktwoche.
Also: Bewegung! Dass so viele Menschen sich in geschwisterlicher Verbundenheit haben bewegen lassen, das haben wir vielleicht erhofft, aber nicht wirklich erwartet. Umso größer war die Überrasschung, dass gut 200 Teilnehmende mit Herz, Ohr und zu Fuß unterwegs waren.
Es begann vor der evangelischen Christuskirche. Dr. Alexander Ritter mit den Bagpipes und der Posaunenchor (Leitung Dirk Zorbach) musizierten zum Auftakt open Air.
Drinnen hatte unterdessen der große Chor Aufstellung genommen, den Basilikakantor Niclas Michely aus dem Chor der evangelischen Kirche (Leitung Lothar Mayer) und den Chor der päpstlichen Basilika geformt hat. Johann Sebastian Bachs Choral "Wohl mir dass ich Jesum habe" eröffnete das Konzert im Kircheninnern, begleitet an der Orgel von Lothar Mayer. Der folgende Choral "O Haupt voll Blut und Wunden", ebenfalls von Bach, bildete gleichsam einen roten Faden durch den Abend. Mehrmals erklangen einige Strophen des Chorals, den Chor und Gemeinde abwechselnd sangen.
Beeindruckend das Ave Maria von Vavilow, das Beatrix Bock mit der Trompete und Niclas Michely an der Orgel interpretierten. Ebenso das Stabat Mater von Pergolesi, welches Constanze Nattermann (Sopran) und Regina Brüggemann (Alt) darboten, am Piano begleitet von Kantor Niclas Michely.
In Stille verließen alle die Christuskirche und wandelten weiter zur Basilika am Marktplatz, vor der noch einmal Bagpipes und Posaunenchor Stellung bezogen hatten, um miteinander die Hymne Highland Cathedral erklingen zu lassen (die übrigens auch downtown im Valley gut klingt).
Die von Küster Florian Brachtendorf beeindruckend ausgeleuchtete Basilika empfing die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer im gedämpften Licht einzelner Scheinwerfer und vieler Kerzen, bevor erneut ein Abschnitt des Bach-Chorals zu hören war, bzw. von der Gemeinde aktiv gesungen wurde. Der Chor gab dann großartig das Magnificat von Richard Shephard sowie den Schlußchoral der Johannespassion von Bach.
Ein großartiges Projekt aller Beteiligten ging mit einem kleinen Stehempfang im Seitenschiff der Basilika zu Ende. Danke allen Beteiligten, den genannten und den ungenannten, die uns einen großartigen Abend in der Josefswoche geschenkt haben.
Danke auch allen, die bei der Türkollekte am Schluss den Vertein JULENKA e.V. unterstützt haben. Der Verein ist ein im Jahr 2011 in Deutschland gegründeter gemeinnütziger Verein, der vor allem in Not geratene Kinder und junge Mütter in der Ukraine unterstützt. Wir haben uns gefreut, dem anwesenden Vorsitzenden des Vereins 873,00 Euro übergeben zu können.
Wir freuen uns, wenn die Verbindung hält und wir hier und da wieder miteinander musizieren - bzw. zuhören dürfen...
SD
