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SPIEGEL-Bestsellerautor Tobias Haberl liest in Bad Salzig

Zu einem besonderen literarischen und gesellschaftlichen Abend lädt die katholische Kirchengemeinde Mittelrhein St. Josef ein: Am Donnerstag, 19. März 2026, um 19.30 Uhr ist der Journalist und Autor Tobias Haberl im Alten Bahnhof Bad Salzig zu Gast. Er wird aus seinem viel beachteten Buch „Unter Heiden – Warum ich trotzdem Christ bleibe“ lesen und anschließend mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch kommen.
TH
Datum:
Donnerstag, 19. März 2026 19:30 - 21:30

Haberl arbeitet seit vielen Jahren als Journalist beim Süddeutsche Zeitung Magazin und wurde für seine Reportagen und Essays mehrfach ausgezeichnet. In seinem Buch setzt er sich mit einer Frage auseinander, die viele Menschen beschäftigt: Wie kann man heute noch glauben – in einer Gesellschaft, in der Religion oft skeptisch betrachtet wird?

In sehr persönlicher Form beschreibt der Autor seinen eigenen Glaubensweg. Er erzählt von einer katholisch geprägten Kindheit, von Zeiten des Zweifelns und von der erneuten Hinwendung zum Glauben als Erwachsener. Gleichzeitig reflektiert er über die Rolle von Religion in einer zunehmend säkularen und technisierten Welt. Dabei stellt Haberl bewusst die provokante Frage: Was kann das 21. Jahrhundert eigentlich von gläubigen Menschen lernen?

Mit dieser Mischung aus autobiografischer Erzählung, gesellschaftlicher Analyse und pointierten Beobachtungen hat Haberl einen Nerv getroffen. Sein Buch wurde zum Bestseller und löste zahlreiche Diskussionen über den Platz von Religion in der modernen Gesellschaft aus. Viele Leser schätzen dabei besonders seine persönliche, zugleich selbstkritische und humorvolle Art, über Glauben zu sprechen.

Die Veranstaltung im Alten Bahnhof Bad Salzig will genau diesen Dialog ermöglichen. Nach der Lesung besteht Gelegenheit, mit dem Autor über Glauben, Zweifel, Kirche und Gesellschaft ins Gespräch zu kommen.

Die Kirchengemeinde Mittelrhein St. Josef freut sich auf einen Abend mit Literatur, Nachdenken und offenem Austausch.

 

Wer ist - und was schreibt Tobias Haberl?

Titel

Kann man heute noch Christ sein?

 

„Ich bin gläubiger Christ, ich bin katholisch. Früher war das eine Selbstverständlichkeit, heute muss ich mich dafür rechtfertigen: Wie kann man im 21. Jahrhundert noch an Gott glauben? Und wie kann man immer noch in der Kirche sein – nach allem, was ans Licht gekommen ist?

Tatsächlich ist es so, dass ich in meinem Wohnviertel, meiner Branche (Medien) und meinem Job (linksliberale Zeitung) von Menschen umringt bin, die, wenn es um den Glauben geht, oft nur noch an Missbrauch und Vertuschung denken. Auch wissen viele nicht mehr, wofür Christen eigentlich beten und worauf sie hoffen. Sie reduzieren die Kirche auf den Missbrauchsskandal und lassen diestrahlende Seite des Glaubens, die Schönheit, den Trost, die Hoffnung, unter den Tisch fallen.

Heute wird ständig darüber diskutiert, wie sich die Kirche verändern muss, um im 21. Jahrhundert anzukommen. Ich drehe die Frage um: Was kann das 21. Jahrhundert von gläubigen Menschen lernen? Wie kann der Glaube eine verunsicherte Gesellschaft von ihrer Angst und Atemlosigkeit befreien? Und was kann uns in einer digital optimierten, aber seelisch oft verkümmerten Gegenwart noch Hoffnung geben?“

 

Ein Abend mit Tobias Haberl

am Donnerstag, 19. März 26 um 19:30 Uhr im Alten Bahnhof in Bad Salzig. 

Haberl liest ein paar Passagen aus seinem Buch und kommt mit uns ins Gespräch über die Frage, wie das ist, heute ein Christenmensch zu sein, dem Kirche und Gottesdienst noch etwas bedeuten... 

 

Der Abend ist Teil des Programms der Josefswoche in der Mittelrheinpfarrei. Der Lesung voran steht der Festgottesdienst zum Josefstag um 18:00 Uhr in der St.Ägidius-Kirche in Bad Salzig.